Was dieser Artikel Dir bringt:
Zehn konkrete Fragen, mit denen Du vor dem ersten Cutter-Gespräch alles klärst. So werden Angebot und Kalkulation auf Anhieb realistisch – und Du sparst böse Überraschungen.

Einen Cutter in Berlin zu buchen wird teuer, wenn Du ohne Vorbereitung in das erste Gespräch gehst. Die Cutter:in braucht klare Infos, um ein realistisches Angebot zu machen, und Du brauchst klare Kriterien, um die richtige Person auszuwählen. Diese 10 Fragen helfen dabei.
Frage 1: Welches Genre?
Dokumentation, Werbung, Social, Imagefilm, Musikvideo? Jedes Genre braucht andere Schnitt-Fertigkeiten. Ein:e Werbe-Cutter:in ist selten auch gut in Doku.
Frage 2: Welches Schnittprogramm?
Avid, Premiere Pro oder DaVinci Resolve? Wenn Dein Schnittplatz vorgegeben ist, muss die Cutter:in das Tool beherrschen. Freelancer:innen können meist 2, selten alle 3 Tools sicher.
Frage 3: Wie lang ist der Einsatz?
Einzeltag, Woche, Monate? Das entscheidet über Kosten- und Verfügbarkeitssituation. Spontane Einzeltage sind schwerer zu bekommen als geplante Monats-Slots.
Frage 4: Gibt es Material-Gewichtungen oder Storyboard?
Hat jemand schon ein Storyboard oder eine grobe Struktur? Oder soll die Cutter:in den Film selbst konzipieren? Das ist ein Riesenunterschied in Aufwand und Honorar.
Frage 5: Wer macht Musik und Sounddesign?
Komplett inklusive? Nur Schnitt und die Musik kommt extern? GEMA-frei oder Sender-lizenziert? Das gewichtet den Einsatz.
Frage 6: Wer macht Color Grading?
Cutter:in + Colorist in Personalunion oder getrennt? Manche Cutter:innen graden selbst in DaVinci, andere übergeben das.
Frage 7: Welche Deadlines?
Fixe Deadline, flexibles Ende? Broadcast-Sendetermin, Kampagnen-Launch, Messe? Die Deadline ist oft der wichtigste Honorar-Faktor.
Frage 8: Referenzen der Cutter:in?
Welche Projekte hat die Person schon gemacht? Welche Stile beherrscht sie? Passt die bisherige Arbeit zu Deinem Vorhaben?
Frage 9: Preis-Modell
Tagessatz, Pauschale oder Erfolgs-abhängig? Klar kommunizieren, bevor die Arbeit startet. Und immer schriftlich festhalten.
Frage 10: Rechtefrage
Wer bekommt die Nutzungsrechte am Schnitt? Eigentümer (Du als Auftraggeber) oder Lizenz (Cutter:in behält Rechte, Du darfst nutzen)? Bei Agenturen ist das oft geregelt, bei Freelancer:innen muss man es fest schreiben.
So findest Du Cutter:innen in Berlin
Neben den klassischen Plattformen wie Crew United oder LinkedIn bieten wir über unser Cutter-Netzwerk in Berlin eine Vermittlung – passgenau zum Projekt. Du bekommst 1–3 Profile vorgeschlagen, entscheidest selbst, wer Dein Projekt begleitet. Die Vermittlung ist unverbindlich.
Das Wichtigste in Kürze
- Projektumfang und Zeitplan klar benennen
- Material-Quellen und Umfang inkl. Formate
- Workflow (Proxy vs. FullRes, Online/Offline)
- Budget-Rahmen plus Anzahl Korrekturschleifen
Häufige Fragen
Sollte man immer einen Probeschnitt machen?
Bei größeren Projekten (mehr als 3 Cutter-Tage) ja. Bei kurzen Social-Spots reicht Demoreel + Referenzen. Der Probeschnitt zeigt, ob der/die Cutter:in die Gefühlslage trifft.
Wie strukturiere ich Feedback an den Cutter?
Mit Time-Codes. Nicht ‚das Gefühl stimmt nicht‘, sondern ‚bei 04:12 Cut zu hart, Szene bis 04:15 laufen lassen‘. Review-Plattformen wie Frame.io automatisieren das.
Was tun, wenn es nicht passt?
Offen ansprechen – früh. Wenn klar ist, dass der/die Cutter:in und Du nicht harmoniert, ehrlich beenden. Material abgeholt, Tage bezahlt. Besser als 3 Wochen falsches Schneiden.
Kann ich Cutter für nur 1 Tag buchen?
Ja. Für einen Online-Edit, einen VFX-Cleanup oder einen Fix-a-Cut sind Halbtags- und Tagesbuchungen üblich. Für kreativen Schnitt (erster Entwurf) sollten es mindestens 2–3 Tage sein.
📚 Weitere Ratgeber rund um Schnitt, Podcast-Produktion und Postproduktion findest Du im Ratgeber-Hub der Schnittwiese Berlin.
